Kosmischer Ozean doch kein Märchen? · 18. Februar 2010

Tests im 2.4-Meilen-Beschleunigerring zur Kollision von Gold-Ionen haben im RHIC (Relativistic Huge Ion Collider) in U.S. Department of Energy’s (DOE) Brookhaven National Laboratory haben ergeben:

Das 4 Billionen Grad heiße Plasma aus Quarks und Gluonen verhält sich als Flüssigkeit, nicht wie erwartet als Gas

Man geht davon aus, dass das Universum wenige Mikrosekunden nach dem Urknall, vor 13.7 Milliarden Jahren, aus einer solchen “Ursuppe” bestanden hat, und sich aus dieser Protonen und Neutronen geformt haben.

Dass das Universum, wie wir es kennen, aus dem kosmischen Ozean entstanden ist, das berichten viele Kosmogonien unserer Kultur, noch ganz ohne Elementarteilchenforschung:

  • In der ägyptischen Ogdoad ging die Milchstraße, verkörpert durch die älteste Göttin Hathor, aus den kosmischen Wassern hervor. (Dieselbe Hathor, symbolisiert durch Lotosblüten (->Wasser), die wir wahrscheinlich aus einer anderen Stelle kennen:)
  • In der griechischen Mythologie brachten Ouranos und Gaia aus dem Chaos zuerst den Okeanos und Thetys (die Gewässer) hervor
  • In der babylonischen Kosmogonie befindet sich ein Ei in einem Urozean und teilt sich.
  • Die indische Kosmogonie kennt ebenfalls den Urozean, der aus der ungeordneten Urfinsternis hervortrat. Auch hier ruht Brahma, der Schöpfergott, über einer Lotosblüte (!), das Symbol seiner Gemahlin Lakshmi, die zu seinen Füßen sitzt.
  • Auch in der Genesis ist beschrieben, wie Gott am Anfang Materie und Raum (“Himmel und Erde”) schuf. Der Geist Gottes schwebte dabei zuallererst über “den Wassern”)

Das Ei als Urteilchen im kosmischen Ozean aus Quarks und Gluonen?

So herablassend die Wissenschaft doch oft über die überlieferten Geschichten geschrieben hat, so finden sich doch immer wieder Erkenntnisse, die einen in diesem Zusammenhang zumindest staunen und schmunzeln lassen …

Aber das Ei ist gleich in doppelter Hinsicht interessant: Enthält es doch eine “gefaltete” Information, wie ein komplettes Lebewesen gebaut werden kann. Vielleicht müssen wir unsere Vorstellung von der String-Theorie noch einmal ein klein wenig überdenken, und uns am Verhältnis Ei <-> DNA (im Sinne von “Teilchen vs. dessen Zustandsdimension”) ein Beispiel nehmen. Im Sinne der Selbstähnlichkeit, die als universelles Prinzip allem innewohnt, wäre ein analoges Verhältnis nicht weiter überraschend. Ein paar Tensoren werden wohl zur Beschreibung nicht ausreichen.

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